Ein wertvolles Gespräch mit Ihren Angehörigen
Am frühen Morgen liegt der Naturfriedhof Eygelshof unter einem zarten Tau. Während die Tautropfen im Sonnenlicht glitzern, strahlt die unberührte Natur eine reine Gelassenheit aus. In der Stille dieses Morgens besucht eine Frau das Grab ihrer Mutter. Ihre Mutter hatte diesen Ort noch selbst ausgewählt, im Vertrauen darauf, dass die Natur hier für sie sorgen würde. Aus Liebe legt die Tochter eine Rose auf das Grab ihrer Mutter, eine Geste von Herzen. Aber passt diese Geste auch zur Idee der Naturbestattung?
Zurück zur Natur
Die Idee der Naturbestattung ist, dass der Körper nach dem Tod der Natur zurückgegeben wird. Sanft übernimmt die Natur für die Ewigkeit die Pflege des Grabes, sodass die Hinterbliebenen sich nicht um die Instandhaltung kümmern müssen. Anfangs ist die Erde auf dem Grab noch karg, doch nach einiger Zeit erscheinen die ersten Pionierpflanzen, die im Volksmund oft als „Unkraut“ bezeichnet werden. Jede dieser Phasen trägt dazu bei, eins mit der Natur zu werden. Auf Eygelshof bekommt die Natur den Raum, ihren eigenen Weg zu gehen. Wo nötig, unterstützt der Naturschutzverantwortliche sie oder eine Schafherde weidet im Gebiet.
Was Hinterbliebene oft nicht wissen
Obwohl Menschen, die sich für eine Naturbestattung entscheiden, sich häufig sehr bewusst für diese nachhaltige Art des Abschieds entschieden haben, wird nicht immer mit den Angehörigen über die Bedeutung dieser Wahl gesprochen. Daher wissen Hinterbliebene oft nicht, dass die Natur so weit wie möglich in Ruhe gelassen wird. Auch ist nicht immer bekannt, dass wir, um den natürlichen Charakter zu bewahren, darum bitten, ab zwei Wochen nach der Bestattung keine Blumen mehr auf das Grab zu legen. Die gleiche Rücksicht auf die Natur beginnt natürlich bereits bei der Planung der Bestattung. Für die Erdbestattung bitten wir darum, Materialien zu wählen, die auf natürliche Weise von der Erde aufgenommen werden können. Dazu gehören biologisch abbaubare Särge, Körbe, Leichentücher, Urnen und Kleidung. Es ist wichtig, dass die Hinterbliebenen darüber informiert sind, damit der Abschied in Harmonie mit der Natur stattfinden kann.
Verständnis für die Entscheidung
Für Hinterbliebene kann es sehr wertvoll sein, die Gedanken hinter der Wahl ihres geliebten Menschen zu verstehen. Es kann beispielsweise Trost spenden zu wissen, dass man sich nichts sehnlicher gewünscht hat, als eins mit der Schlichtheit der Natur zu werden, umgeben von wilden Blumen und Kräutern, die hier von selbst wachsen. Indem man die Angehörigen in den Entscheidungsprozess einbezieht und seine Geschichte teilt, können sie den Wunsch besser verstehen und Frieden damit finden. Auf diese Weise verstehen die Hinterbliebenen auch besser, warum es, so liebevoll gemeint es auch ist, nicht zur Ruhe und Einfachheit eines Naturbegräbnisses passt, eine Rose niederzulegen.
Eygelshof entdecken
Um die Angehörigen noch stärker in die Wahl einzubeziehen, ist es auch nach der Entscheidung für Eygelshof jederzeit möglich, diesen Ort gemeinsam zu besuchen. Das kann zum Beispiel bei einem Spaziergang, einer Gruppenführung oder einem persönlichen Gespräch geschehen. So können die Angehörigen selbst erfahren, was ein Naturbegräbnis so besonders macht.
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